
Der Förderverein Historisches Zentrum, das Kulturbüro der Stadt Wuppertal und das Literaturhaus Wuppertal e.V. luden im Rahmen der Reihe "Die Schönen Drei - Literatur und Musik in Architektur" ein.
Begrüßung: Monika Bistram, Leiterin des Kulturbüros
Moderation: Prof. Dr. Michael Scheffel
Briefe aus dem Wuppertal von Friedrich Engels (1820 - 1895).
Rezitation: Jörg Reimers
Friedrich Engels "Briefe aus dem Wuppertal" (1839):
"Bekanntlich begreift man unter diesem bei den Freunden des Lichts sehr verrufenen Namen die beiden
Städte Elberfeld und Barmen, die das Tal in einer Länge von fast drei Stunden einnehmen. Der schmale Fluß ergießt bald rasch, bald stockend seine purpurnen Wogen zwischen rauchigen Fabrikgebäuden und garnbedeckten Bleichen hindurch; aber seine hochrote Farbe rührt nicht von einer blutigen Schlacht her, denn hier streiten nur theologische Federn und wortreiche alte Weiber, gewöhnlich um des Kaisers Bart; das Rot des Flusses rührt auch nicht von Scham über das Treiben der Menschen, obwohl dazu wahrlich Grund genug vorhanden ist, sondern einzig und allein von den vielen Türkischrot-Färbereien. Die Weber, die einzelne Stühle in ihren Häusern haben, sitzen vom Morgen bis in die Nacht gebückt dabei und lassen sich vom heißen Ofen das Rückenmark ausdörren. Was von diesen Leuten dem Mystizismus nicht in die Hände gerät, verfällt ins Branntweintrinken (...) "
Auf die Barikaden! Freiheits- und Revolutionslieder aus dem "Vormärz" von Herwegh, Freiligrath und anderen mit dem Liedermacher und Sänger:
Frank Baier
Bundeslied (Bet' und arbeit), Die freie Republik, Trotz alledem, Michels Abendlied, Laßt los die Hebel der Maschinen, Die Gedanken sind frei, Bürger-Tugend (Bei einer Pfeif`Tabak)
Link zur Homepage von Frank Baier
Zur Architektur und Geschichte des Engelshauses,
Dr. Michael Knieriem, Direktor des Historischen Zentrums
Der Text wird in Kürze eingestellt.
Frank Baier: "Die Gedanken sind Brei"
Westfdeutsche Zeitung vom 21. August 2006, als pdf -Dokument ![]()