Dienstag, 3. November 2009, 19.30 Uhr, Engelshaus, Engelsstraße 10

Ein Theater der Bürger – Vom Stadttheater Barmen zum Opernhaus Wuppertal“

Michael Okroy stellt sein Buch über die Geschichte des Musiktheaters in unserer Stadt vor

Das erste Stadttheater in Barmen entstand 1874 aus dem Geist eines selbstbewussten Bürgertums. Es brannte zwei Mal ab und wurde stets wieder neu aufgebaut – gegen den erbitterten Widerstand von religiösen Eiferern im Tal. Viele herausragende Künstlerpersönlichkeiten haben dort gewirkt und ihre Spuren hinterlassen, zuletzt die große Pina Bausch, die von Barmen aus die Tanzwelt revolutionierte und deswegen anfänglich heftig angefeindet wurde. Das Wuppertaler Opernhaus blättert zugleich wichtige Kapitel der Stadtgeschichte auf. Es erzählt von den aufregenden Jahren der Weimarer Republik, von der bedrückenden NS-Zeit und von den legendären Nachkriegsjahrzehnten, in denen Wuppertals Oper in die oberste Liga bundesdeutscher Theater aufstieg.

Herr Michael Okroy, Studium der Literatur- und Sozialwissenschaften an der Bergischen Universität, ist seit 2002 freiberuflich tätig, u. a. für die „Alte Synagoge Wuppertal“ und das „Kulturbüro Wuppertal“. Bekannt wurde Herr Okroy mit seinen Forschungen, Projekten und Veröffentlichun­gen zur Lokal- und Regionalgeschichte des Nationalsozialismus und zu Städtepartnerschaften mit Mittelosteuropa. Konzeption, Planung und Realisierung von städtischen Kulturprojekten, u.a. »Die schönen Drei. Literatur und Musik in Architektur« und »Wuppertal liest« (2008).

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