Dienstag, 4.Dezember 2007, 19.30 Uhr, Engelshaus, Engelsstr. 10

„Nur fromme Sprüche? - Sorge für Barmer Kinder 1916 bis 1923“

Hedwig Meis

Reinhard Meis las aus den Erinnerungen seiner Mutter Hedwig Meis (1889-1968)

Hedwig Meis,1889 in Riedlingen an der Donau als Hedwig Brand geboren, ging nach ihrer Schulzeit in das Pestalozzi-Fröbel-Haus in Berlin, um Kinderfürsorgerin zu werden. Bald aber bildete sie dort schon selbst Erzieherinnen aus.

Wegen ihrer veröffentlichten Ideen für die Kinderfürsorge wurde sie im ersten Weltkrieg  u.a. von Barmen um Rat und Hilfe für die Kinder der Industriearbeiterinnen gebeten. Schließlich entschloß sie sich 1917 ganz nach Barmen zu gehen. Hier verwirklichte sie bis zu ihrer Heirat 1923 mit  Unterstützung durch die Verwaltung, den Nationalen Frauendienst, Barmer Bürger und das Kriegsamt in Münster umfassende Fürsorgemaßnahmen, um auf die wechselvolle Entwicklung in der Kriegs- und Nachkriegszeit zu Gunsten der Kinder zu reagieren.

Im Alter - völlig erblindet - erzählte sie hiervon druckreif auf Magnetophonbänder. Dabei berichtete sie auch über aktuelle Ereignisse und wichtige Persönlichkeiten, sparte aber auch Bemerkungen zum typischen Barmen nicht aus.

Reinhard Meis
Reinhard Meis

 

Zum Referenten

Reinhard Meis, Jahrgang 1927, war Lehrer und Rektor in Barmen, Schulrat in Düsseldorf und Ltd. Ministerialrat im Kultusministerium NRW (1969 -- 1989). Er engagierte sich in seinem Berufsleben vor allem für kindgerechte Schulen und eine pädagogisch orientierte Lehrerausbildung. In den Jahren 1964 -- 1969 war Reinhard Meis Stadtverordneter in Wuppertal.