
Auf einer Gemeinschaftsveranstaltung des Vereins mit dem Historischen Zentrum und dem Bergischen Geschichtsverein anläßlich der Ausstellung: „Von Tugend und Glück - die private Welt der Bürger 1815-1850“ referiert der Direktor des Heinrich Heine Instituts Düsseldorf, Professor Dr. Joseph Kruse.
Der verbreitete Phänotyp des „Biedermannes“ war der Sache nach bereits seit August von Kotzebues 1803 erschienen „Die deutschen Kleinstädter“ bekannt. Zum literarischen Ort all jener possenartigen Begebenheiten wurde – in zahlreichen, von diversen Autoren variierten komödiantischen und satirischen Werken – der fiktive Ort „Krähwinkel“. Der Illustrator Johann Michael Voltz in Nördlingen verbreitete solche „Krähwinkeliaden“, deren Hauptwitz darin bestand, dass eine Redensart wörtlich genommen wird. Im Rahmen der Ausstellung „Von Tugend und Glück. Die private Welt der Bürger 1815 - 1850“ präsentiert das Historische Zentrum Karikaturen aus der Sammlung Dieter Ante und wirft einen Blick auf die enge Verbindung von Literatur und Druckgrafik in der Zeit des Biedermeier.