

"Licht fangen" wollten die Pioniere der Fotografie, als 1839 die Daguerreotypie erfunden wurde. Unter aktuellen sozial- und kulturhistorischen Fragestellungen wird die Entwicklung der Fotografie in ihrer Frühzeit unter dem naturwissenschaftlichen, technischen Aspekt gezeigt, viele Exponate von der Camera Obscura bis zur Handkamera, von der silberbeschichteten Daguerreotypie bis zum Planfilm der Gebrüder Hyatt zeugen von dem Drang nach steitger Verbesserung und innovativer Technik.
Auch die kulturelle, gesellschaftliche und asthetische Bedeutung des Fotos wird dem Besucher vor Augen geführt und so sind neben den künstlerischen und psychologischen Dimensionen auch mentalitätsgeschichtliche Aspekte, besonders des erstarkten Bürgertums im 19. Jahrhundert, zu betrachten. Zu denken ist dabei an Themen, mit denen das Bürgertum seine verborgenen Wünsche und Sehnsüchte sublimierte, wie etwas in der Fotografie exotischer Völker und Lebensweisen, der Bilddokumente spektakulärer Entdeckungsreisen, etwa zur Arktis und Antarktis, oder die erotischen Fotografie, die hinter die Fassade der Bürgerlichkeit blicken lässt.
26.09.2010 bis 09.01.2011, Historisches Zentrum - Engelshaus
Programm der Ausstellung (pdf-Dokument auf den Seiten des Historischen Zentrums)