-
e

Der „Michel“ war als tölpelhafte und bäuerische Figur zur Kennzeichnung der Deutschen schon seit dem 30-jährigen Krieg bekannt. Auch gab es Versuche der bildlichen Darstellung. Die bis in die Gegenwart gültig gebliebene Figur stammt vom vom Elberfelder Maler Johann Richard Seel, der sie 1842/43 für seine Karikaturen (er)fand.
Wie kam es zu dieser originellen Schöpfung, wie zu ihrer sensationellen und dauerhaften Verbreitung?

Herr Dr. Heidermann hat nach seiner Pensionierung als Geschäftsführer der Friedrich-Ebert-Stiftung seine Zeit der Beantwortung dieser Fragen im Zusammenhang mit der intellektuellen und politischen Entwicklung im Vor- und Nachmärz gewidmet. Einige Ergebnisse wird er anhand von Lichtbildern erläutern, Hypothesen und Vermutungen zur Diskussion stellen.

Horst Heidermann geb. 1929, Dr. rer. pol., Diplom-Volkswirt, bis 1989 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie bis 1984 Geschäftsführer des Verlags J.H.W. Dietz Nachf.
Das Buch:
Seel: Johann Richard Seel, Maler in Wuppertal und Zeichner des Deutschen Michel, (Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Wuppertals, Bd. 40), Thales-Verlag, Essen 2003, 368 S., geb., 34,00 €.
Rezension des Buches auf den Seiten des Archivs für Sozialgeschichte